Doppelter Landesmeistertitel im Faustball

Gernröder Faustball-Mannschaften holen sich den Titel

Das Jubiläumsjahr „100 Jahre Faustball“ hätte für den SV Gernrode kaum besser beginnen können. Bei der Landesmeisterschaft der U12 am 31. Januar 2026 in Greiz zeigte das Team eine starke Leistung und bestätigte eindrucksvoll seine Favoritenrolle. Bereits im Vorfeld hatte sich die Mädchen des SV Gernrode mit 20:0 Punkten gegen die anderen Jungenmannschaften ungeschlagen als Tabellenerster für die Landesmeisterschaft qualifiziert. Im Halbfinale wartete damit der Tabellenvierte SG Kurtschau auf die Gernröder Nachwuchsspielerinnen.

Von Beginn an ließ der SV Gernrode keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Mit sicherem Spielaufbau und konsequenten Angriffen dominierte das Team die Partie. Der erste Satz ging klar mit 11:2 an den SV, auch im zweiten Satz ließ man der SG Kurtschau beim 11:3 kaum eine Chance. Der souveräne 2:0-Erfolg bedeutete den verdienten Einzug ins Finale. Im Endspiel gegen die Jungen vom TV 98 Erfurt entwickelte sich zunächst eine spannende Begegnung. Den ersten Satz konnte der SV Gernrode dank konzentrierter Aktionen mit 11:7 für sich entscheiden. Im zweiten Durchgang nutzte Erfurt kleine Unkonzentriertheiten und glich mit 9:11 nach Sätzen aus.Im entscheidenden dritten Satz zeigte der SV Gernrode dann noch einmal seine ganze Klasse. Nach einem kurzen Trainer-Team-Austausch dominierte das Team das Geschehen mit großer Entschlossenheit und viel Spielfreude und ließ dem Gegner beim deutlichen 11:1 keine Chance. Der 2:1-Finalsieg war der verdiente Lohn für eine starke Saisonleistung.

Damit standen die Gernröder Mädchen Amy Funke, Linda Krügel, Mia Pegelow, Lina Günther, Lotta Schlegel, Marie Fütterer und Layla Uhde am Saisonende als Landesmeister in ihrer Altersklasse fest und haben sich somit zum dritten Mal für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, bei der sie im April erneut um den nationalen Titel kämpfen werden.

 

Am Sonntag, dem 8. Februar 2026, war Greiz erneut Austragungsort einer Landesmeisterschaft, diesmal in der Verbandsliga der Frauen. Für den SV Gernrode war es ein ganz besonderer Wettbewerb, denn erst seit dieser Saison stellt der Verein wieder eine eigene Frauenmannschaft. Nach einer überzeugenden Vorrunde belegte das neu formierte Team einen starken zweiten Tabellenplatz und qualifizierte sich damit direkt für das Halbfinale der Landesmeisterschaft. Dort trafen die Gernröderinnen auf die Spielgemeinschaft Bachfeld/Veilsdorf. Im Halbfinale zeigte der SV Gernrode von Beginn an eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung. In beiden Sätzen entwickelte sich ein enges Spiel, doch in den entscheidenden Momenten behielten die Gernröderinnen die Nerven. Mit 11:8 und 11:9 sicherte sich der SV verdient den 2:0-Erfolg und damit den Einzug ins Finale.

Im zweiten Halbfinale sorgte der SV 1975 Zeulenroda für eine Überraschung, indem sich der Tabellenvierte gegen den Tabellenführer SG Kurtschau durchsetzte. Somit kam es im Endspiel zum Duell zwischen Gernrode und Zeulenroda.

Das Finale entwickelte sich zu einem hochspannenden und umkämpften Spiel. Den ersten Satz entschied der SV Gernrode knapp mit 11:9 für sich. Zeulenroda antwortete im zweiten Durchgang und glich mit 9:11 nach Sätzen aus. Doch anschließend übernahmen die Gernröderinnen wieder die Kontrolle. Mit viel Einsatz, mannschaftlicher Geschlossenheit und großem Kampfgeist entschieden sie die beiden folgenden Sätze jeweils mit 11:8 für sich. Nach dem vierten Satz stand der 3:1-Erfolg fest und damit der Landesmeistertitel.

Für den SV Gernrode standen Anna Günther, Jessica Jahn, Ann-Kathrin Funke, Lea Holbein, Emma König, Anna Kulosa, Isabella Orlob und Dawina Falke auf dem Feld. Gemeinsam bewiesen sie eindrucksvoll, dass sich die Neugründung der Frauenmannschaft bereits im ersten Jahr ausgezahlt hat.

Mit dem Titelgewinn bei der Landesmeisterschaft der Frauen und dem Erfolg der weiblichen U12 startet der SV Gernrode nun erfolgreich mit zwei Landesmeistertiteln in das Jubiläumsjahr „100 Jahre Faustball in Gernrode“.

 

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